Train-the-Trainer-Programme
Trainer:innen-Qualifizierung und Multiplikator:innen-Ausbildung für Organisationen.
Professionelle Lernräume entstehen nicht allein durch gute Methoden. Trainer:innen brauchen didaktische Kompetenz, psychologisches Verständnis, Prozesssicherheit und ein klares Bewusstsein für ihre Rolle.
Ich begleite Organisationen dabei, Trainer:innen, Multiplikator:innen und Bildungsakteur:innen für die Gestaltung professioneller Lernräume zu qualifizieren – durch einzelne Fortbildungsmodule oder durch den Aufbau umfassender Train-the-Trainer-Programme. Dabei verbinde ich Erwachsenenbildung, Psychologie, Facilitation und Coaching zu anschlussfähigen, praxisfundierten Lernformaten.

Für wen
Unterstützung beim Aufbau professioneller Bildungsarbeit
Train-the-Trainer-Programme unterstützen Organisationen dabei, eigene Weiterbildungs- oder Multiplikator:innen-Strukturen aufzubauen.
Institutionen
- Organisationen
- Hochschulen
- Verwaltung
- Stiftungen und NGOs
- Bildungsinitiativen
Teilnehmende
Das Angebot qualifiziert:
- erfahrene Fachkräfte, die ihre Bildungsarbeit weiter professionalisieren möchten
- Menschen, die neu in die Rolle als Trainer:in hineinwachsen
Kompetenzfelder der Train-the-Trainer Programme
Train-the-Trainer-Programme können je nach Zielgruppe und Auftrag unterschiedliche Schwerpunkte haben, die folgenden Kompetenzfelder bilden jedoch den Kern jedes Programms:
Lernprozesse und Didaktik
Teilnehmende lernen, Bildungsveranstaltungen sinnvoll aufzubauen: Lernziele klären, Inhalte strukturieren, passende Methoden auswählen und einen Ablauf gestalten, der Orientierung und Beteiligung ermöglicht.
Dabei fließen auch psychologische Aspekte des Erwachsenenlernens ein: Was unterstützt Lernen, was hemmt es – und wie werden Inhalte so gestaltet, dass sie verstanden und angewendet werden können?
Rolle und Haltung als Trainer:in
Die Qualität eines Trainings entsteht nicht allein durch die eingesetzten Methoden. Entscheidend sind auch die Präsenz und die innere Haltung der Trainer:innen.
Teilnehmende reflektieren ihre Rolle, ihre Verantwortung und ihren eigenen Stil als Trainer:in. Sie entwickeln mehr Sicherheit darin, auf ihre eigene Art Gruppen zu begleiten, Struktur und Orientierung zu geben und zugleich offen für das zu bleiben, was im Prozess entsteht.
Gruppendynamik und Prozessbegleitung
In Trainings zeigen sich Gruppenprozesse oft an kleinen Signalen: Wer spricht viel, wer bleibt still? Wo entstehen Irritationen? Welche Fragen werden nicht gestellt? Wann wird Unsicherheit zu Widerstand?
Teilnehmende lernen, solche Muster im Miteinander wahrzunehmen und einzuordnen. Sie entwickeln Sicherheit darin, auf Beteiligungsmodi, Rückzug, Spannungen oder Widerstände angemessen zu reagieren und einen Lernraum zu halten, in dem unterschiedliche Bedürfnisse Platz haben.
Gesprächsführung und Beratungskompetenz
Trainer:innen brauchen häufig auch Beratungskompetenz: gut zuhören, hilfreiche Fragen stellen, Anliegen sortieren, Feedback geben und Menschen dabei unterstützen, eigene Erkenntnisse und Lösungen zu entwickeln. Diese Kompetenzen sind besonders wichtig in Reflexionsphasen, Praxisbegleitung, Mentoring oder kollegialer Beratung.
Umgang mit Widerständen
Widerstände gehören zu Lernprozessen dazu. Wenn Menschen umlernen, eigene Deutungen hinterfragen oder neue Perspektiven zulassen, entstehen oft Unsicherheit, Abwehr oder Irritation.
Teilnehmende lernen, solche Reaktionen nicht persönlich zu nehmen, sondern als Teil innerer Suchbewegungen zu verstehen. Sie üben, angemessen darauf zu reagieren und einen Rahmen zu halten, in dem Lernen auch durch Spannung möglich bleibt.
Intervision und Praxisreflexion
Professionalisierung entsteht durch Auseinandersetzung mit den eigenen Praxiserfahrungen. Deshalb werden in Train-the-Trainer-Programme Reflexionsformate eingeübt, die für die Weiterentwicklung der Fachkompetenz förderlich sind. Teilnehmende bringen eigene Fallbeispiele ein, werten diese gemeinsam aus und entwickeln ihre Haltung, Methodik und Prozesskompetenz Schritt für Schritt weiter.
Formen der Zusammenarbeit
Programmentwicklung
Unterstützung beim Aufbau eines Programms inkl.:
- Kompetenzprofile
- Curriculum
- einzelne Module
- Praxisphasen
- Reflexionsformate
- ggf. Moderation
Fortbildungen
Einzelne Trainings, die spezifische Kompetenzfelder fokussieren, u.a.:
- Didaktik
- Methodik
- Gruppendynamik
- Rolle und Haltung
- Beratungskompetenz
Supervision
Begleitete Praxisphasen und kollegiale Reflexionsformate, die angehende Trainer:innen und erfahrene Fachkräfte dabei unterstützen, ihre Praxis zu reflektieren und sich durch Feedback weiterzuentwickeln.
Mein Ansatz

Für authentische, durchdachte Lernräume
Erwachsenenpädagogische Expertise
Als Erwachsenenpädagogin achte ich darauf, dass Lernen anschlussfähig gestaltet wird. Teilnehmende verbinden Inhalte mit eigenen Erfahrungen, probieren Methoden aus und übertragen das Gelernte in ihre Praxis.
Gleichzeitig erleben sie im Programm selbst, wie gute Lernprozesse gestaltet werden können – und welche Wirkung ein authentischer und durchdachter Lernraum auf Motivation, Beteiligung und Sicherheit hat. Dadurch entwickeln sie auch die Kompetenz, Lernen für ihre eigenen Teilnehmenden ähnlich zu ermöglichen.
Psychologisches Verständnis
In der Arbeit mit Gruppen spielen Motivation, Unsicherheit, frühere Lernerfahrungen, Widerstände und individuelle emotionale Prozesse eine große Rolle. Sie prägen, wie Erwachsene lernen, sich beteiligen, auf Neues reagieren und anderen begegnen.
Dieses psychologische Verständnis fließt in meine Trainings ein. Es hilft angehenden Trainer:innen, Lernprozesse differenzierter wahrzunehmen, Reaktionen in der Gruppe besser einzuordnen und mit mehr Sicherheit auf unterschiedliche Bedürfnisse und Situationen zu reagieren.
Persönlichkeit und Biografie
Ich gestalte Train-the-Trainer-Programme als Räume für Kompetenz- und Persönlichkeitsentwicklung. Die Teilnehmenden lernen didaktische Grundlagen und setzen sich zugleich mit ihrem eigenen Verständnis von Lernen, Bildung, Gruppe und Verantwortung auseinander – ebenso mit der Frage, wie ihre eigene Lernbiografie ihre Rolle als Trainer:in prägt.
Diversitätsbewusste Bildungsarbeit
Mir ist wichtig, Lernräume so zu gestalten, dass unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Voraussetzungen mitgedacht werden. Dazu gehört Sensibilität für Sprache, Zugehörigkeit, Machtverhältnisse sowie verschiedene Lern- und Kommunikationskulturen.
Ziel ist, angehende Trainer:innen darin zu unterstützen, selbst Lernräume zu gestalten, die geschützt genug sind, um Vertrauen zu ermöglichen – und mutig genug, um ehrliche Auseinandersetzung und Entwicklung zuzulassen.
Formate und Rahmen
Dauer
- Train-the-Trainer-Programme: mehrmonatige, modular aufgebaute Qualifizierungen;
- Programmentwicklung: variabel je nach Anliegen: von einzelnen Beratungsterminen bis zur Entwicklung eines vollständigen mehrmonatigen Programms
- Fortbildungen: halb-, ganz- und mehrtägig möglich
- Supervision: möglich sind mehrstündige oder mehrtägige Reflexionsformate während oder nach Praxisphasen sowie fortlaufende Praxisbegleitung
Orte
- Die Programme und Fortbildungen sind in Berlin und Umgebung, deutschlandweit vor Ort sowie online möglich.
- Ob ein Format online, in Präsenz oder als Kombination aus beidem gestaltet wird, klären wir passend zu Zielgruppe, Lernzielen und organisatorischem Rahmen.
Sprachen
- Möglich sind Deutsch, Englisch oder Bulgarisch.
- Bei Bedarf ist auch eine Kombination aus zwei Sprachen möglich.
Kosten
- Dauer, Gruppengröße und konkretes Vorgehen richten sich nach Ihrem Anliegen.
- Die Kosten hängen vom Umfang des Programms, der Anzahl der Module, dem Vorbereitungsaufwand sowie der gewünschten Dokumentation oder Begleitung ab.
Nach einem Vorgespräch entwickle ich ein passendes Konzept für Ihre Organisation und erstelle ein individuelles Angebot.
Vorgespräch anfragen
Sie möchten Bildungsakteur:innen, Multiplikator:innen, Stipendiat:innen oder Alumni in Ihrer Organisation im Bereich Train-the-Trainer qualifizieren?
Im unverbindlichen Vorgespräch klären wir Zielgruppe, Bedarf und den passenden Rahmen. Auf dieser Grundlage entwickle ich ein individuelles Konzept mit Zielen, Themen, Dauer und Ablauf.

Erfahrungen
Auf viele Dinge eine ganz neue Sichtweise bekommen
Silvena hat eine wunderbare Art Inhalte zu vermitteln und die trockene Theorie mit Leben zu erfüllen. Durch die Teilnahme an ihrem Kurs habe ich viel gelernt und auf viele Dinge eine ganz neue Sichtweise bekommen. Man merkt sofort, dass sie über ein umfassendes Wissen verfügt und genau weiß, wovon sie spricht. Ich werde in Zukunft Ausschau halten und gern wieder an einem Kurs in Berlin teilnehmen. Vielen Dank für alles!
Ich habe viel mitgenommen
Es war für mich eine wunderbare Fortbildung, ich habe viel mitgenommen und es hat großen Spaß gemacht. Es war großartig bei der Fortbildung zu erfahren, wie sehr Silvena hinter ihrer Arbeit steht. Ihre Leidenschaft, Energie und Authentizität waren die ganze Zeit spürbar und auch sehr ansteckend! Die Trainingsdokumentation war auch sehr hilfreich aufgearbeitet.
Praktische und reale Settings
Auch das zweite Seminar, das ich von Silvena Garelova in Berlin besucht habe, war wieder von höchster Qualität. Fachliche Inhalte, welche für uns Teilnehmer relevant waren. Anleitung und Ermutigung wurden in praktischen und realen Settings angewendet und ausgewertet. Nach Ende des zweitägigen Seminars ging ich mit beruflich erweiterten Handlungsoptionen, persönlich aufgebaut und dem Fazit, dass meine Zeit sehr gut investiert war.
Für mich ein entscheidender Wendepunkt
In den letzten sechs Jahren habe ich als Teilnehmer eines ihrer Train-the-Trainer-Programme ungemein von Silvenas achtsamer Moderation profitiert. Für mich persönlich war das ein entscheidender Wendepunkt. Ich habe das Programm mit neuem Elan verlassen. Es hat mein Verständnis von politischer Bildung und ihrer Rolle in unserer Gesellschaft verändert. Mit Wissen und Erfahrung in der (politischen) Erwachsenenbildung vermittelt sie ihren Kursteilnehmenden auf einfühlsame und achtsame Weise Wissen und stattet sie mit unschätzbaren pädagogischen Fähigkeiten und Werkzeugen aus, die ihre Moderationsfähigkeiten verbessern und das Beste in ihnen freisetzen. Seit meinem ersten Training mit Silvena habe ich an weiteren Trainings mit ihr teilgenommen, und jedes einzelne hat mich auf unbeschreibliche Weise bereichert. Wenn ich die Möglichkeit hätte, noch einmal an einem ihrer Trainings teilzunehmen, würde ich es immer wieder tun. Vielen Dank, Silvena, dass du diese Kunst praktiziert – die Kunst, in der Erwachsenenbildung und in der politischen Bildung etwas zu bewegen.
Ostern-Akademie der EJBW
Sehr inspirierend, tolle Moderation und super Umgang auch in schwierigen Gruppensituationen. Vielen Dank für die gute Energie.
So eine angenehme und motivierende Art!
Unheimlich tolle Präsenz, ich habe viel gelernt, nur indem ich dir zugehört habe!
Spannende Train-the-Trainer Inhalte und wertschätzende Vermittlung – es macht Spaß und kann aber auch ernst besprochen werden, danke!
Mit Abstand die mitreißendste Trainerin – es hat sehr viel Spaß gemacht, mit dir zu arbeiten!
Vielen Dank für den Workshop und die Art und Weise, wie du das gemacht hast!
FAQ
Was ist ein Kompetenzprofil?
Ein Kompetenzprofil beschreibt, welche Fähigkeiten, Haltungen und Kenntnisse Fachkräfte für ihre Aufgabe brauchen. Es macht sichtbar, was sie bereits mitbringen und welche Kompetenzen im Qualifizierungsprogramm gezielt aufgebaut werden sollen.
Was leisten Curricula?
Ein Curriculum übersetzt das Kompetenzprofil in einen sinnvollen Lernweg. Es zeigt, welche Inhalte in welcher Reihenfolge und in welcher Form bearbeitet werden und wie Theorie, Praxis, Reflexion und Transfer miteinander verbunden sind.
Dadurch entsteht ein Qualifizierungsprogramm, das nicht aus einzelnen losen Modulen besteht, sondern die Teilnehmenden Schritt für Schritt führt und sich als zusammenhängender, ganzheitlicher Lernprozess entfaltet.
Was ist der Unterschied zwischen Supervision und Intervision?
In der Supervision werden Situationen aus der Praxis mit professioneller Begleitung reflektiert. Eine externe Person mit Erfahrungs- und Kompetenzvorsprung hält den Rahmen, stellt hilfreiche Fragen und unterstützt dabei, Rollen, Dynamiken und Handlungsmöglichkeiten klarer zu sehen.
Intervision ist eine Form von kollegialer Beratung innerhalb der Gruppe. Die Teilnehmenden bringen eigene Fälle oder Fragen ein und reflektieren sie gemeinsam nach einer klaren Struktur. Dadurch wird fachliches Lernen unterstützt und eine kollegiale Kultur des Austauschs gestärkt.
Beide Formate können Train-the-Trainer-Programme sinnvoll ergänzen: Supervision bietet vertiefte Begleitung, Intervision stärkt das gemeinsame Lernen aus der eigenen Praxis.
Ist das Angebot auch für internationale Gruppen geeignet?
Ja. Durch meine mehrjährige Erfahrung in internationalen Bildungsprogrammen kann ich Train-the-Trainer-Formate auch für kulturell diverse Gruppen und bei Bedarf mehrsprachig gestalten.
Bildungsarbeit lebt von unterschiedlichen Erfahrungen, Perspektiven und Zugängen – davon profitieren alle Beteiligten. Im Vorgespräch klären wir die Besonderheiten Ihrer Zielgruppe und ich entwickle darauf aufbauend ein passendes Konzept.